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Wirres-Zeugs

Mittwoch, 18. November 2009

Hier gibt es nichts zu sehen, gehen sie bitte weiter!

„Le coeur a ses raisons que la raison ne connait pas.“
(Blaise Pascal)

Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.


Und bevor ich von Witwen in Schwarz mit bunten Sonnenbrillen schreibe,
von Affären Träumen, die keine waren,
von der Tatsache, dass morgen die Sonne wieder aufgeht,
dem bevorstehenden Winter, der mit einer Sense das Jahresende ankündigt.

Über die viel zu kleine Waschanlage, in die meine 18-Tonner Karre gar nicht passt,
den Asphalt zwischen Do und F, entlang der 45.
Bevor ich also in die Trickkiste greife und anfange bunte Ringelsöckchen
zu stricken,
damit die Sinnlosigkeit dieser Zeilen noch absurder wird,
und ich mich wundere, über das Vergessen der trüben Jahre,
und all die Nervosität, die ich heimlich unter den Zucker gerührt habe,
damit der Kaffee einen Infarkt erleidet,
also,
bevor ich anfange verworren zu weben,
tue ich nur eins:

Ich danke dem Universum, dass es existiert.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Ich bin gern ein bisschen verrückt

It's so easy ( 2006)

Mir fiel ein Buch in die Hand mit dem Titel „Negative Dialektik“. Fein dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn, das wirst du lesen. Doch schon im Vorwort mußte ich aus den Fakten der Unverständlichkeit kapitulieren. Aber dann las ich einen Satz, der mich so sehr in den Bann nahm, daß ich mich über die schwierigen Sätze hinauswagte.

[ Der introvertierte Gedankenarchitekt wohnt hinter dem Mond, den die extrovertierten Techniker beschlagnahmen]

Lese ich diesen Satz laut vor, zergeht er bei mir auf der Zunge wie Himbeergele.
Ich wende ihn nicht auf die negative Dialektik an, sondern vielmehr lasse ich meinem ersten Gedanken freien Eintritt.

Verrücktheit!
Die Verrücktheit, bezogen auf diesen Satz würde ich so formulieren:

Der Verrückte, im Anfangsstadium in sich gekehrt, um nicht in der Umwelt aufzufallen, bleibt als introvertiertes Mitglied unserer Gemeinschaft natürlich im Hintergrund, weil er zum einen in erster Linie sich seiner Verrücktheit gar nicht bewußt ist, zum anderen als tendenzieller Verrückter in der Menge der Verrückten untergeht. Natürlich dürfen wir die Techniker nicht vergessen, die sich seiner irgendwann, nämlich spätestens beim Auffallen absonderlicher Auswüchse annehmen. Das würde bedeuten, daß der Verrückte Mittel und Zweck der Auswertungen der Normalen ist. Wirklich? Da stellt sich die Frage, welche Kriterien, welche Einflüsse von Außen führen zur Abnormalität, die sich dann schließlich Verrücktheit nennt?

Sind es die Reizüberflutungen unserer Evolution, die Unfähigkeit der Anpassung, Gendefekte, die unbemerkt in unserer Zeit ihre Formen annehmen. Wie dem auch sei, was immer die Auslöser sind, so bin ich der Meinung, daß gerade die Verrückten sich des Lebens erfreuen können, weil sie nämlich tun und lassen können, was sie wollen, ohne aufzufallen. Sie können sich in ihrem zu Hause Anstalt freizügig und so richtig verrückt aufführen, denn niemand nimmt es ihnen übel, weil man von ihnen nichts anderes erwartet. dali

Wem scheint es besser zu gehen? Vermutlich dem Verrücktem, denn der hat mehr vom Leben, er kostet es in vollen Zügen aus, weil ihm die eigene Verrücktheit so normal vorkommt. Und die Techniker schmücken sich mit eben dieser Gewissheit, damit sie ihr Leben entschuldigen können, ohne zu wissen, daß alles in einem Aquarell fließend übergeht.......Da lacht die Introvertiertheit leise in sich hinein, während sie vor der Extrovertiertheit den Hut zieht und sich lächelnd verbeugt....

Montag, 22. September 2008

?----?

Den Asphalt mit bunter Straßenkreide bemalen, den Kaffee morgen früh verkehrt kochen, das Wasser abstellen und den Müll ins Wohnzimmer kippen. Einziger Zeuge ist der Himmel. Das Parkett stumpf werden lassen und die Menschheit verfluchen.

Kieselsteine sammeln und in eine Glasschale stopfen, bis sie ungefragt oben am Glasrand wieder herausquellen. Die Unterschrift verneinen und das Stammbuch fälschen, dabei Musik hören und die Welt für 3,50 am Arsch lecken lassen. Einfach weg beamen und neu anfangen. Nach mir die Sinnflut. Eine Arche Noah bauen und sämtliches Getier einladen. Wohin? Ist doch scheiß egal, Hauptsache fort, von all dem Übel, den Schmerzen.

Gedanken in einen Kubus einschweißen und mit auf die Fahrt nehmen. Wohin ist egal, einfach fort. Und da sitzt du nun in deinem kläglichen Dasein und haderst mit dir selbst. Warum eigentlich. Der Weg geht niemals gerade aus, und Umwege sind die Sahne auf dem Eisbällchen. Also lass es an deinen Zahnhälsen schmerzen und genieße, denn das ist es was du fühlst. Schmerz.

Wo fängt verdammt noch mal dein Himmel an, und wo hört er auf. Du fehlst mir.
Wenn er weit genug reicht, macht ja dann das Meer zwischen uns nichts mehr aus.

Morgen ist Dienstag. I know.
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Offen für alles schwebt mein Geist über mir Höre ich da etwa ein Lachen?

Gib mir zwei Teelöffel Kandis

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